Jassen, Stricken oder sogar Bomben entschärfen auf dem See: braucht es heute mehr als Ruhe und Aussicht für eine gute Schifffahrt? Philipp Hofmann von der Zugersee Schifffahrt erklärt den neuen Trend.
Die Schifffahrt erfindet sich gerade neu: Auf den Schweizer Seen werden verschiedene Angebote getestet. Auf den Schiffen wird gespielt und gestrickt, es werden Bücher vorgestellt, Mode vorgezeigt oder die Natur erklärt. Besonders fällt ein Angebot auf dem Zugersee auf: Dort muss im Stil eines Escape-Rooms eine Bombe entschärft werden.
«Wir müssen den Leuten einen Grund geben, auch bei schlechtem Wetter auf das Schiff zu kommen», erklärt Philipp Hofmann von der Zugersee Schifffahrt im Schiffspodcast. Das sei besonders wichtig, weil bloss wenige Touristen nach Zug kämen. Und der See liegt eingeklemmt zwischen dem Zürichsee und dem Vierwaldstättersee, die beide mit grossartigen Flotten locken.
Das Escape-Spiel wurde eigens für den Zugersee entwickelt. Während einer Sonderfahrt übernimmt ein Hacker die Steuerung des Schiffes. Zudem tickt eine Bombe an Bord. Die Passagiere müssen auf dem Schiff Hinweise suchen und Rätsel lösen, um sie zu entschärfen.
«Es geht darum, miteinander etwas zu erleben», sagt Hofmann und ergänzt, dass heutzutage viele Leute allein seien. Auf dem Schiff sei es einfacher, miteinander in Kontakt zu kommen, zum Beispiel beim Spielen, Basteln oder Tanzen. Er sieht in der Schifffahrt mit echten Menschen und realer Natur ein wichtiges Gegenstück zu einer immer virtuelleren und künstlicheren Welt.
Am Ende verrät Philipp, wann und warum er selber eine Schifffahrt macht.
Diese Folge des Schiffspodcasts entstand in Zusammenarbeit mit den Zuger See-Geschichten, dem Podcast der Zugersee Schifffahrt. So beantwortet Dani im ersten Teil die Fragen von Philipp, dann werden die Rollen getauscht.
Links
Zugersee Schifffahrt: https://www.zugersee-schifffahrt.ch/