Wer in der Schweiz Binnenschiffer werden will, muss ins Ausland. Genau diesen Schritt hat Lukas gewagt. Im Schiffspodcast gibt er einen Einblick in das Leben als Azubi.
Lukas absolviert eine dreijährige Ausbildung zum Binnenschiffer. Dabei lernt er alles, was zum Arbeiten auf einem Schiff gehört. Zeitweise darf er auch ein Schiff steuern.
Eine solche Ausbildung wird in der Schweiz nicht angeboten. Hier startet die Laufbahn auf einem Passagierschiff meist mit einer handwerklichen Lehre. Die nautischen Fähigkeiten erwirbt man später bei der Arbeit für eine Schifffahrtsgesellschaft.
Deshalb arbeitet Lukas für die deutsche Bodensee Schifffahrt BSB, oft auf den Schiffen Überlingen und Stuttgart. Jeweils Anfang Jahr fährt er nach Duisburg, wo er während mehrerer Wochen zur Binnenschiffer-Schule geht. Da es nur noch wenige solcher Schulen gibt, trifft Lukas dort angehende Binnenschiffer aus ganz Europa.
Sein Arbeitstag auf dem Bodensee beginnt mit den Vorbereitungen an Bord, bevor er Passagiere betreut und beim An- und Ablegen hilft. Im Schiffspodcast erzählt er von den vielfältigen Aufgaben an Bord.
Viele Passagiere bemerken es kaum. Doch das Festmachen eines Schiffes verlangt Übung und Teamarbeit. Lukas berichtet von seinen ersten Erfahrungen mit Tau und Dalben, von Wind und Wetter und warum ihn gerade diese Arbeit zu Beginn der Ausbildung gefordert hat.
Obwohl Lukas auf dem Land aufgewachsen ist, interessieren ihn Schiffe schon seit seiner Kindheit. Oft war er mit seinen Grosseltern auf dem Thunersee, insbesondere auf dem Dampfschiff Blümlisalp. Es sind denn auch die historischen Schiffe, die ihn besonders faszinieren. So träumt er davon, einmal auf einem Dampfschiff zu arbeiten.
Den Bodensee hat Lukas aus einer Perspektive kennengelernt, die nur wenige erleben. Er gibt Tipps für die schönsten Strecken, Schiffe und Häfen.
Zum Schluss verrät Lukas sein ungewöhnliches Hobby: Am Computer rekonstruiert er historische Schiffe als 3D-Modelle. Mehr dazu erfährst Du in einer Bonusfolge ab dem 13. Juni.